Kürzlich (Oct 2015) waren wir in/auf Kreta. Föhn gibt es dort nicht, aber es gibt den Schirokko, und da gibt es einige Ähnlichkeiten: es ist ein starker und sehr warmer Wind aus dem Süden, i.e. aus Afrika. Da Kreta sehr gebirgig ist wird der Fallwind im Norden sehr stark, es fühlt sich an wie unser Föhn. Allerdings ist der Wind konstant stark, und die Sicht ist alles andere als klar, da die Luft voller Staub aus der Sahara ist. Das Bild unten zeigt die Luftströme bei Sahara Wind.

Grosswetterlage bei Schirokko
Die Auswirkungen auf Mensch und Tier scheinen ähnlich zu sein, alle sind gereizt und nervös. Frau Manousaka im Dörfchen Lappa hat mir erzählt, dass der Wind in dieser Intensität vielleicht 5-6 Mal pro Jahr auftritt. Die Familie von Maria Manousaka kultiviert übrigens in der Gegend um Lappa Avocado Bäume, was mir ebenfalls komplett neu war (ich hatte Avocado Bäume bis anhin nur in Guatemala gesehen). Sie verarbeiten die Früchte hauptsächlich zu hochwertigen Naturkosmetika, anbei der Link zur Website: http://www.lappa-avocado.gr.
Leider hatte der Schirokko unsere Pläne durchkreuzt, denn wir wollten im Süden der Insel einen Schnupper-Tauchgang mit der Flasche unternehmen. Das Meer war allerdings zu aufgewühlt, die Sicht schlecht, so ist das Ganze ins Wasser gefallen. Wir sind dann im Norden in einer kleinen Bucht schnorcheln gegangen, und wurden von einem Schwarm junger Barrakudas (40-50 cm) überrascht: wow, was für ein Anblick, ich hätte das im Mittelmeer nicht erwartet! Vielleicht eine Entschädigung für den verpassten Tauchgang? Ein paar Bilder von der GoPro sind angehängt (Videoscreenshots, leider nicht beste Qualität).
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